Buchtipps "Umzug mit Kind"
"Lea zieht um" von Marie Blazejovsky, ab 4 Jahre
Lea wohnt mit ihren Eltern und Großeltern zusammen und findet es sehr gemütlich. Den Eltern ist es jedoch zu eng und Lea muss mit umziehen. Zuerst gefällt das Lea garnicht, doch dann gefällt ihr das neue Treppenhaus, in dem es so lecker nach Pizza riecht doch recht gut.
“Hier ist alles irgendwie anders: Stefan zieht um“ von Georg Bydlinski und Birgit Antoni, ab 4 Jahre
Stefan ist umgezogen. Das Buch beschreibt, wie er neue Freunde und Lieblingsplätze findet. Ein Buch zum Mutmachen für ängstliche Kinder.
"Jakob will nicht umziehen" von Vera Krott-Unterweger, ab 6 Jahre
Jakob und seine Familie müssen 700 km weit weg ziehen, weil Papa einen neuen Job hat. Das Buch berichtet einfühlsam von Jakobs Angst vor der neuen Umgebung und dem Verlust seines besten Freundes.
Kinderzimmer neu einrichten: ein Retro-Traum
Der Laden aus Köln bietet bezaubernde Retro-Möbel, Originale in sehr gutem Zustand und neu Gemachtes im Retro-Style.
Kann einer von euch noch eine einzige Minute ohne diese Gruppe sein? Ich nicht.

Pläne für das neue Domizil 2.0
Umzug heisst Shopping. Ich liebe Umzug. Umzug mit Kind heisst shoppen für den, der schon alles hat. Ich liebe Umzug mit Kind.
Und ich liebe diese Lampe von bidibidibi, weil sie superbillig (9,95) ist und nett aussieht und bidibidibi auch in Hamburg sitzt. Auch zu empfehlen sind die Sitzsäcke, Kindergrößen, aber auch für Erwachsene. Bezogen mit Cord in allen Farben und absolut erschwinglich.

Pläne für das neue Domizil 1.0
Wir haben Glück. Die Wohnung steht uns einen Monat lang zur Verfügung, da die Vormieter früher ausziehen. Nun heisst es Pläne schmieden, um den Großen auf die neue Wohnung vorzubereiten. Ich habe heimlich auf dem Flohmarkt einen tollen großen Kran besorgt und die so ziemlich schönsten Wandaufkleber, oder neudeutsch Wallsticker. Ich konnte mich kaum entscheiden zwischen den Designs von Anna Wand, A Better Tomorrow, und noch vielen hübschen weiteren Motiven. Geheimtipp für Hamburg: Die Wohngeschwister in der Schanze (Sternstraße) bieten neben wunderschönen Tapetenstickern auch andere außergewöhnliche Wohnaccessoires.
"Too Hot To Handle", A Better Tomorrow
Kluger Ratschlag 3.0 Umzug mit Schulkindern
Schulkinder
Bedenken Sie, dass ein Umzug meist einen Schulwechsel bedeutet.
Wenn Sie Einfluss auf den Umzugstermin haben, überlegen Sie, was Ihnen wichtiger ist: Ein Start in der neuen Schule zum ersten Schultag? Das bedeutet allerdings, dass sich das Kind nicht in den Ferien in der neuen Umgebung eingewöhnen konnte. Startet man noch vor den Ferien, dann entgehen dem Kind ein paar freie Wochen mit den alten Freunden.
Wägen Sie ab, was günstiger für die Familie ist.
Prüfen Sie, wo die Schule im Lehrplan steht. Wird aufgrund des Schulwechsels wegen Umzugs Nachhilfeunterricht für Ihre Kinder erforderlich, kann dieser bis zu einer Höhe von 1.349 Euro pro Kind geltend gemacht werden (vgl. § 9 Abs. 2 Bundesumzugskostengesetz BUKG). Bis zur Hälfte dieses Betrages werden die Ausgaben voll berücksichtigt, darüber hinaus nur noch zu drei Viertel.
Zeigt ihr Kind nach der Eingewöhnungszeit von sechs bis acht Wochen noch Anzeichen von Stress und Unwohlsein, überprüfen Sie seine Situation. Suchen Sie das Gespräch mit den Lehrern und natürlich auch mit Ihrem Kind.
Nach den ersten Schultagen hat das Kind vielleicht Lust, ein paar neue Schulkameraden nach Hause einzuladen, damit kann es Kontakte knüpfen, aber auch Sie können beobachten, wie sich das Kind in der Situation zurechtfindet.
Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, dem Kind neue Betätigungsfelder zu eröffnen. Die ersehnten Tanzstunden, die Mitgliedschaft im Fußballverein bieten die Chance, neue Freunde zu finden, lenken aber auch vom Umzugsstress ab.
Kluger Ratschlag 2.0 Umzug mit Kleinkindern
Kleinkinder
Gerade das Kleinkindalter ist für Umzüge optimal. Die Kinder fühlen sich meist dort wohl, wo die Eltern sind.
Beim Packen der Umzugskartons kann das Kind helfen, wenn Sie vorher mit ihm besprochen haben, dass sein Hab und Gut natürlich mit umzieht und die Reise in den Kartons unternimmt. Machen Sie ihm klar, dass seine Sachen ihm nicht weggenommen werden. Lieblingsspielzeug wird natürlich nicht eingepackt, sondern leicht erreichbar in einer Tasche oder auf dem Arm verwahrt.
Es gibt für viele Altersstufen Kinderbücher, die das Thema Umzüge thematisieren, auch aus der beliebten Conni-Serie („Conni zieht um“). Als Pixie-Buch kann es das Kind überall hin begleiten und mit den Eltern gemeinsam gelesen werden. Notfalls können Sie sich aber auch gemeinsam mit dem Kind eine Geschichte ausdenken, die abends vor dem Schlafengehen immer weiter gesponnen wird.
Den Umzug selber verbringt das Kind –sofern möglich- besser bei einer vertrauten Aufsichtsperson. Dass das eigene Zimmer ausgeräumt wird und viele Menschen durch das Haus laufen, kann ein sensibles Kind überfordern. Weniger sensible Kinder könnten auf die Idee kommen, ein wenig mitzuhelfen, was trotz guten Willens möglicherweise den gegenteiligen Effekt erzielt.
Eine Betreuung außerhalb des Umzugsgeschehens erspart allen Beteiligten viel Stress. Ein Umzug ist übrigens kein geeigneter Moment, um Veränderungen einzuführen. Neue Kinderzimmermöbel, eine sofortige Eingewöhnung in den ersten Kindergarten, der Auszug aus dem Elternschlafzimmer, das sollte alles warten, bis das Kind in der neuen Umgebung ein wenig zur Ruhe gekommen ist. Bezugspunkte, die dem Kind Geborgenheit vermitteln, sind jetzt besonders wichtig.
Kluger Ratschlag: Vor dem Umzug ist nach dem Umzug?
Wie reagieren Kinder auf den Umzug?
In erster Linie hängt dies natürlich vom Alter des Kindes und der Entfernung zum alten Wohnort ab, aber allgemein verlieren Kinder durch einen Umzug die vertraute Umgebung, manchmal auch die Freunde. Die Kindertagesstätte, die Schule, der Spielplatz, alles ist plötzlich möglicherweise weit weg.
Sehr wichtig ist es, das Kind in den gesamten Umzug, auch bereits bei der Planung einzubeziehen. Beantworten Sie Fragen, erklären Sie Gründe und lassen Sie das Kind auch aktiv teilhaben, indem Sie seine Vorschläge aufgreifen. Kinder können bei der Farbwahl und auch bei Einrichtungsplänen leicht mitentscheiden. Erwarten Sie nicht zuviel, besonders bei kleineren Kindern wird es kein langes klärendes Gespräch geben, hier wird Information eher häppchenweise abgefragt. Hauptsache, Sie stehen zur Verfügung.
So wird der Umzug nicht zum großen gewaltigen Ereignis, auf das das Kind keinen Einfluss hat. Eine Entdeckungstour rund um die neue Wohnung, die Suche nach dem besten Spielplatz, dem nächsten Schwimmbad oder ein Besuch bei der neuen Schule machen die neue Umgebung weniger Angst einflößend.
Achten Sie auf Stressreaktionen, sowohl vor als auch nach dem Umzug. Bettnässen, Schlafstörungen, Ticks, Daumenlutschen, verstärktes Provozieren, Konzentrationsschwächen, all das kann durch die neue Situation ausgelöst werden. Das Kind drückt damit seine Machtlosigkeit aus, vielleicht auch seine Unfähigkeit, seinen Kummer zu verbalisieren. Werden Sie nicht wütend, unterdrücken Sie seine
Gefühlsäußerungen nicht. Machen Sie ihm klar, dass es in Ordnung ist, jetzt traurig zu sein. Bieten Sie auch hier Gespräche an. Fassen Sie in Worte, was das Kind traurig macht, wenn es das noch nicht alleine kann.
Überrennen Sie es nicht mit positiven Aussichten, wenn das Kind noch dabei ist, seinen Kummer "auszufiebern". Ein "Du bist jetzt traurig, weil...." ist manchmal besser als "Aber schau doch wie schön es werden wird, du musst garnicht niedergeschlagen sein!".
Das große Kartonpacken kann auch zum Ausmisten genutzt werden: Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Möglichkeit, Spielsachen und Bücher auszusortieren und an Hilfsorganisationen abzugeben. Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass es Kinder gibt, die keinerlei Spielzeug haben. In den Spendensack kann dann auch gleich die nicht mehr passende Kinderkleidung wandern.
Kurz vor dem Tag X darf natürlich die Abschiedsparty nicht fehlen. Eine große offizielle Möglichkeit zum Verabschieden gibt Ihnen und dem Kind die Möglichkeit, Adressen auszutauschen und Fotos zu machen, die man sich beim ersten Heimweh gemeinsam anguckt.
Es geht los. Geht es los?
Leider geht es mit dem Wohnraum nicht wie mit den Hüften, je mehr Kinder dazu kommen. Es dehnt sich nichts aus. Unsere Hoffnung, dass den 2,5 Zimmern über Nacht möglicherweise noch ein weiteres Zimmer dazuwächst, hat sich nicht erfüllt.
Dabei wohnen wir doch recht platzsparend, Mama, Papa, ein Zweijähriger und das Baby. Ein Kinderzimmer braucht man erst ab zwei Jahren, vorher stellt man sich einen Babybalkon ans Elternbett oder nimmt einfach eine Seite der Gitterstäbe aus dem herkömmlichen Babybett. Zumindest das erste Lebensjahr ist dies die Empfehlung zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstods. Das Spielzeug wird ohnehin durch die ganze Wohnung geschleift, verteilt und mit Reiswaffelresten verziert.
Aber man muss in die Zukunft schauen: eines Tages werden beide Söhne ein eigenes Zimmer fordern. Und spätestens mit der ersten Freundin wird es im Familienbett doch recht eng.
Wohnung suchen. Los.
Gerade Hamburg zählt neben München oder Frankfurt zu den Städten mit der höchsten Selbstmordrate unter Wohnungssuchenden. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Obwohl doch für Hamburg und andere Großstädte Immonet eine helfende, wenn auch mitunter leicht schwitzige Hand reicht. Es ist kein Spaß, 4 Zimmer zu wollen.

