Motivtorten-Fluch

Samstag, 11. September 2010

Mein Kleiner war letztens auf eine Einweihungsfeier eines neuen Klassenkameraden eingeladen. Freudestrahlend kam er abends zurück. Und brachte den Motivtorten-Fluch über mich. "Mami, Mami, Du glaubst es nicht, es gab eine Spongebob-Torte. Voll cool! Machst Du mir auch so eine?" Nachdem meine anfängliche Panik abgeebt war, sagte ich ganz lässig: "Na klar, Schatz, kein Problem". Der nächste gut sortierte Lebensmittelladen hat so was doch ganz bestimmt in der Tiefkühltruhe, so à la "Coppenrath und Wiese Kids Edition". 

Von wegen. Nachdem ich die Atmosphäre durch diverse Autofahrten zu großen Supermarktketten mit etwa 2 Tonnen CO2 belastet hatte, stellte sich heraus, dass Spongebob-Torten nicht käuflich sind, sondern von vorbildlichen, kreativen Müttern in reiner Handarbeit selbst hergestellt werden. Was für Streber-Mamis!

Wie ging es aus? Mein erster Versuch ist noch sehr weit entfernt von diesem Spongebob-Motivtorten-Exemplar. Sieht eher aus wie ein Pfund bunt gefärbtes Hack. Aber ich arbeite dran. Mein Sohn ist begeistert. Und wünscht sich für seinen nächsten Geburtstag bitteschön eine Bob-der-Baumeister-Torte.

Ihr wollte es auch mal probieren? Hier eine Anleitung (relativ weit oben im Thread). Ihr werdet der Hit auf der nächsten Einweihungsfeier / Geburtstagsfete / Was-auch-immer sein. Eure Kinder werden Euch lieben. Die Mütter der Kinder, die zu dem Spaß eingeladen sind, werden werden Euch hassen. Ich sprech da aus Erfahrung.

Rauchwarnmelder

Samstag, 4. September 2010


In vielen Bundesländern existiert seit einiger Zeit eine Rauchwarnmelder-Pflicht für Wohnungen; Schlaf-, Kinderzimmer und Flur müssen damit ausgestattet sein. Einen Designwettbewerb werden die beige-gelben Kreise zwar nie gewinnen, aber das ist schließlich auch nicht ihr Sinn und Zweck. Achtung: Für Rauchwarnmelder existieren die unterschiedlichsten Prüfzeichen. Mit am aussagekräftigsten ist das VdS-Zeichen. Eine Liste VdS-anerkannter Rauchwarnmelder kann man direkt auf der Homepage der VdS Schadenverhütung GmbH einsehen, die das Siegel vergibt. Qualitativ hochwertige Rauchmelder kosten auch nicht die Welt. Also, ab in den nächsten Baumark!

Einschlaf- und Durchschlafprobleme

Montag, 30. August 2010

Babys im ersten Lebensjahr schlafen quasi ununterbrochen. Oder sie schreien quasi ununterbrochen. Je nach Charakter ist entweder das eine oder das andere stärker ausgeprägt. Überflüssig zu erwähnen, welche Elternpaare nervilch stabiler sind. Tatsache ist: Babys müssen ihren Schlafrhythmus erst finden. Kommt dann noch ein Umzug und die damit einhergehende Veränderung der Wohnumgebung dazu, kommen die Kleinen völlig aus dem Tritt.

Beruhigend: Selbst die quengeligsten Kinder werden irgendwann ruhiger und schlafen die Nächte durch. Und auch die neue Wohnung wird irgendwann vertraut. Bis dahin können vielleicht diese Ein- und Durchschlaftipps das strapazierte Nervenkostüm etwas beruhigen. Habt Ihr zum Beispiel schon mal was von Schreiambulanzen gehört? Wenn gut Zureden, Tätscheln und durch-die-Gegend-Tragen nichts nützt, finden Eltern so genannter Schreibabys hier professionelle Hilfe. Tschaka, Ihr schafft das!


Da scheiden sich die Erziehungsgeister - Taschengeld

Donnerstag, 19. August 2010

Die Diskussion findet früher oder später in jedem Kinderhaushalt statt: Wie viel Taschengeld soll man den Dreikkäsehochs eigentlich geben? Früh, damit sie möglichst bald den vernünftigen Umgang mit Geld lernen? Oder erst später, damit sie nicht schon in frühen Jahren dem Dämon des Konsums erliegen? Tut mir furchtbar leid, aber auch ich habe darauf keine patentierte und allgemeingültige Antwort.

Ich kann Euch nur versichern: Auch ich stecke gerade in einem Teufelskreis von schlechtem Gewissen ("Aber Kevin kriegt schon 5 Euro pro Woche") und dem Drang nach verantwortungsbewusstem Handeln ("Ja, der Kevin ist aber auch zwei Jahre älter und hat mehr Ausgaben als Du"). Bei meiner verzweifelten Suche nach Orientierung bin ich auf hunderte von Taschengeld-Tabellen im Netz gestoßen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend empfiehlt zum Beispiel:

  • Unter 6 Jahre 0,50 Euro/Woche
  • 6-7 Jahre 1,50-2,00 Euro/Woche
  • 8-9 Jahre 2,00-3,00 Euro/Woche
  • 10-11 Jahre 13,00-16,00 Euro/Monat
  • 12-13 Jahre 20,00-22,00 Euro/Monat
  • 14-15 Jahre 25,00-30,00 Euro/Monat
  • 16-17 Jahre 35,00-45,00 Euro/Monat
  • 18 Jahre 70,00 Euro /Monat

Als Orientierung doch schon mal nicht schlecht. Einen Wegweiser, wie man mit Einsprüchen, Wutanfällen oder Bettelattacken umgeht, nachdem man dem Nachwuchs die ab nun bis auf Widerruf offiziell geltende Taschengeldhöhe mitgeteilt wurde, hab ich bei meinen Recherchen jedoch leider nicht gefunden. Wie gesagt, wir sitzen da alle im gleichen Boot..

Luftschadstoffbelastung deutscher Städte

Montag, 2. August 2010

Schadstoffbelastung in Lebensmitteln ist als Gesundheits-Risikofaktor allgegenwärtig. Die Luftqualität in unserem Lebensumfeld fällt dadegen oft unter den Tisch. Wer sich für die Feinstaub-, Ozon- oder Stickstoffoxidbelastung der Luft in seiner Stadt interessiert, wird beim interaktiven Kartendienst zur Luftschadstoffbelastung in Deutschland des Umweltbundesamtes fündig. Vielleicht ein Auswahlkriterium beim nächsten Umzug?

Ethanol-Kamine für Kinderhaushalte ungeeignet

Mittwoch, 28. Juli 2010
Ein Virus grassiert derzeit in deutschen Haushalten. Nein, keine neue Form der Schweinegrippe, sondern das Bio-Ethanol-Kamin-Fieber. Nur mit vollem Körpereinsatz konnte ich den Befall meiner Wohnung abwehren (Zitat Göttergatte: „Kein Platz? Quatsch! Den können wir doch auch an die Wand hängen.“) Ich beginne gerade mit der Hyposensibilisierung meiner Familiy. Und zwar mit der Recherche von Negativ-Infos. Zum Beispiel von der Stiftung Warentest, die Ethanol-Kamine als Brandgefährliche Deko bezeichnet. Und ungeeignet für Haushalte mit Kindern. Das Ding kommt mir also nicht ins Haus. Basta, Widerrede ausgeschlossen.

Der nächste Schultag kommt bestimmt..

Donnerstag, 22. Juli 2010

Zwar haben in vielen Bundesländern die Schulferien gerade erst begonnen. Doch das neue Schuljahr kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Und damit die schlechte (Lern-)Laune der Dreikäsehochs. Und damit die schlechte Laune der Eltern. Und damit... Ach, lassen wir das. Unterbrechen wir den Kreislauf doch direkt am Anfang. Man muss den Kleinen den Schulgang halt ein bisschen versüßen. Wie wär´s zum Beispiel mit liebevoll designten Kinder-Schreibwaren. Wenn die Maus die Stifte hält und der Pinguin den Bleistift spitzt, lernt es sich doch gleich viel leichter. Diese indirekte Bestechung lässt sich nur leider bis zu einer gewissen Altersgrenze durchführen, dann wird auch das Fisch-Lineal "echt mal voll uncool". Und damit wären wir wieder am Anfang. Seufz..

Beim Umzug Familienkasse informieren

Samstag, 17. Juli 2010

Auch wenn ich Gefahr laufe, Euch mit alten Kamellen zu langweilen. Bitte unbedingt daran denken, beim Umzug die Familienkasse über die geänderte Adresse zu informieren, erst recht, wenn sich durch den Umzug auch die Bankverbindung ändert. Zitat Arge: "Wenn Sie Veränderungen verspätet oder gar nicht Ihrer Familienkasse mitteilen, müssen Sie nicht nur das zu Unrecht als Steuervergütung erhaltene Kindergeld zurückzahlen. Außerdem müssen Sie mit einer Geldbuße wegen Ordnungswidrigkeit oder gar mit strafrechtlicher Verfolgung wegen Steuerhinterziehung rechnen." Na ja, soweit kommt es wohl selten, aber wer hat schon Bock auf ledigen Papierkram und nervenaufreibende Telefonate?! Na also. Weitere Infos zum Kindergeld kann man direkt auf der Seite der Arge nachlesen.


Handy-Ortung

Sonntag, 11. Juli 2010

Es wurde in letzter Zeit viel über die Möglichkeit diskutiert, den Aufenthaltsort von Personen über das Mobiltelefon orten zu können. Klar, wie bei den meisten technischen Errungenschaften unserer Zeit liegen Vor- und Nachteile nah beieinander - je nachdem, wer wen orten möchte und ob die Zielperson davon weiß. Genauso gut, wie die eifersüchtige Ehefrau den Ehemann ausspionieren kann, kann Handyortung andererseits für das Auffinden von verletzten Personen in Notfallsituationen genutzt werden.

Im Fall eines Umzugs mit Kindern ist die Handyortung meiner Meinung nach ein probates Hilfsmittel, den Nachwuchs bei den anfänglichen Erkundungstouren durch die neue Wohnumgebung im Auge zu behalten. Wobei es nicht darum geht, panisch-ängstlichen Eltern ein Kontrollwerkzeug in die Hand zu geben, sondern die Gewissheit, Zwergnase aufzufinden, wenn dieser sich mal verlaufen haben sollte. Einige Dienste haben sich speziell auf das Orten von Kindern spezialisiert, die Kontrolle erfolgt je nach Wunsch über das Internet oder das Handy. Allerdings sollte meiner Meinung nach auch die Privatsphäre der Kinder gewahrt bleiben. Heißt im Klartext: Den Kleinen erklären, dass Mama und Papa sie im Notfall per Handy schnell finden können, sie aber keine Angst haben müssen, auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Dieses Versprechen dann aber auch bitte definitiv einhalten!

Waldbrandgefahr

Freitag, 2. Juli 2010

Wenn der eigene Balkon als Grillstation ungeeignet ist (mäkelige Nachbarn o.ä.), zieht es viele nach draußen. Natürlich auch uns, und zwar zum nicht weit entfernten öffentlichen Grillplatz, auf dem sich im Sommer regelmäßig die nächsten Möchtegern-Grillweltmeister treffen. Wer nicht so viel Glück hat, muss ausweichen. Doch wenn die Sonne knallt, steigt auch die Waldbrandgefahr und dann ist in einigen Regionen Freiluftgrillen schlicht und einfach tabu. Ob Ihr Euch am kommenden brütendheißen Wochenende in das nahegelegene Wäldchen trauen könnt, sagt der Deutsche Wetterdient mit seinem ständig aktualisierten Waldbrandgefahren-Index

Sonnenschutz nicht vergessen!

Freitag, 25. Juni 2010
Mit Blick aus dem Fester in den sonnigen Hinterhof ein kurzer Zwischenruf zum Thema Sonnenschutz für Kinder: Optimal ist Schatten und sonnengerechte Kleidung, sagen Dermatologen und auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Homepage. Wenn sich Sonne nicht vermeiden lässt, auf jeden Fall Sonnenschutz speziell für Kids auswählen. Die Stiftung Warentest hat mal wieder ganz aktuell Sonnenschutzmittel für Kinder getestet. 

Wo bitte geht´s zum nächsten Kinderarzt?!

Montag, 21. Juni 2010

Folgendes Szenario: Der Umzug in die fremde Stadt ist vier Wochen her. Alles ist noch neu und ungewohnt. Die Wohnung inklusive Kinderzimmer ist frisch renoviert und eingerichtet. Mit den neuen Nachbarn versteht man sich gut. Und auch der Nachwuchs hat sich schon einigermaßen an die neue Umgebung gewohnt, sogar die ersten Kindergartenfreunde sind in Sicht. Und dann passiert der GAU: Eines schönen sonnigen Samstagmorgens kommt Stupsnase ins elterliche Schlafzimmer, am ganzen Körper mit roten Flecken übersät, 38,5 Grad Fieber.

Nein, das ist nicht 4172ste Folge von GZSZ. Sondern genau so einer guten Freundin passiert, die eben vor gut einem Monat samt Family ihr neues Heim fernab der Heimat bezogen hat. Und erst in dieser Situation wurde ihr schlagartig klar, dass sie nicht den blassesten Schimmer hatte, wo verdammt noch mal in der Nähe der nächste Kinderarzt zu finden ist. Sturmklingeln bei der Kleinfamilie nebenan brachte dann Gott sei Dank die nötige Info.

Und die Moral von der Geschicht: Schau gleich nach dem Umzug, wo der nächste Kinderarzt ist in Sicht. Erkundigen kann man sich zum Beispiel auf der Internetseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Hier seht eine bundesweite Suche nach Kinder- und Jugendärzten zur Verfügung. Auch Kinderkliniken und Kinderkrankenhäuser lassen sich dort finden. Vorsorge ist ja bekanntlich besser als Nachsorge.

Kinderkram loswerden

Dienstag, 15. Juni 2010
Bei meinem letzten Umzug hatte ich eine gefühlte Tonne Kinderspielzeug und Möbelstücke aussortiert. Wem es genauso geht: Halt, nicht wegwerfen! Einfach in einem auf Kinderkram spezialisierten Online-Marktplatz verkaufen oder tauschen. Ist zwar etwas aufwändig, bringt aber auch den einen oder anderen Euro in die Umzugskasse.

Buchtipp: Stefan zieht um

Dienstag, 8. Juni 2010
Kinder reagieren auf einen Umzug ganz unterschiedlich. Für die einen ist es großes Abenteuer, die anderen sehen dem Ereignis eher mit Skepsis oder gar Angst entgegen. Mir hat beim letzten Umzug das Buch "Stefan zieht um" geholfen. Es bezieht sich nicht so sehr auf den Umzug an sich, dafür um so mehr auf das, was die Kinder sicherlich noch mehr beschäftigt, nämlich die Zeit "danach": Finde ich neue Freunde? Was ist mit den alten? etc. Hat meinem Dreikäsehoch auf jeden Fall geholfen, mit der Veränderung umzugehen.

Deko-Tipp: Magnetfarbe

Dienstag, 1. Juni 2010

In meinem derzeitigen "Was-könnte-ich-denn-mal-wieder-Schönes-am-Kinderzimmer-verändern-Wahn" bin ich auf eine tolle Idee der Wandgestaltung gestoßen. Ich werde demnächst wohl zumindest eine Seite der Kinderzimmer mit Magnetfarbe streichen. So können sich meine Dreikäsehochs in ihren temporären Kreativitätsphasen so richtig austoben und das Design der Wand verändern, ohne gleich zum Filzstift (übrigens meist wasserunlöslich - *heul*) zu greifen. Ihre Karriere als Graffiti-Sprayer werde ich damit sicherlich schon im Vorwege ruinieren. Aber wer weiß, vielleicht züchte ich so die nächsten Stars der Raumgestalter-Szene heran. Ist ja auch nicht von schlechten Eltern..