Rettet analoges Kinderspielzeug!

Montag, 9. März 2009

Meine Nichte wünscht sich zum Geburtstag ein Handy. Aber bitte inklusive 8-Megapixel-Digitalkamera und integriertem Mediaplayer. Wohlgemerkt: Sie ist acht. Ich erinnere mich dunkel daran, als Kind bereits ein regelrechtes Trauma davon getragen zu haben, als meine Eltern mir das Diamantenschloss für meine Barbie verweigerten.

Zeiten, in denen ein einfaches Puppenhäuschen Schreie der Entzückung hervorruft, sind vorbei. Kiddis von heute geben sich mit solch lächerlichen Geschenken gar nicht erst ab. Da müssen es schon Playstation und Co sein. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.  Deshalb überlege ich nun, eine Initiative zu starten zur Rettung geräuscharmen, pädagogisch wertvollen und vor allen Dingen auch ökologisch sinnvollen Kinderspielzeugs, bevor die Gattung der Handpuppen und Holz-Puzzles endgültig ausstirbt oder ihr Dasein in deutschen Waldorfschulen fristen muss.

Was war das schön, als Papa mir damals hinter einem bunten Pappkarton Kasperle vorgespielt hat. Oder sich Mama mit mir und Teddy „Knut“ in den Schlaf gekuschelt hat. Jetzt erinnere ich mich wieder. Da hat das Barbie-Diamantenschloss dann plötzlich gar keine Rolle mehr gespielt.