Der Elefant im Kinderzimmer

Dienstag, 31. März 2009

Mit Kindern auf Entdeckungsreise im Netz zu gehen gleicht mitunter dem Spießrutenlauf an der Kasse im Supermarkt. Wow, das ist ja toll. Kann ich das bitte auch haben? Warum nicht?! Ich will aber! Ich will, ich will, ich will!!! Da wird der Vorteil, sein Kind auch ohne böse Blicke von Seiten der Kassiererin und umher stehender Kunden nach Lust und Laune wüten lassen zu können, durch die Dauer der nun folgenden Diskussion glatt wieder zunichte gemacht.

So passiert bei zufälligem Ansurfen der Bauanleitung für ein Kinderbett in Elefantenform. Die Argumentation meinerseits, dass die Wand des Kinderzimmers bis ins Esszimmer hin durchgebrochen werden müsste, um dem Elefanten die benötigte Rüsselfreiheit zu geben, verlief leider ins Leere. Erst der Hinweis, dass rüsselkastrierte Elefanten ein Leben lang unter mangelndem Selbstwertgefühl und Depressionen zu leiden haben, zeigte erste Wirkung. Da freut man sich doch glatt wieder aufs Einkaufen.


Mais-Windeln

Freitag, 20. März 2009

Windeln mit Rundum-Geborgen-Technologie, Easy-Up-Höschen oder Windeln mit Nonstop-Bündchen - alles Schnee von gestern. Die ökologisch informierte Mutter von heute kauft natürlich. Bio-Windeln. Diese finde ich besonders gelungen, die sind nämlich aus Mais hergestellt. Und sogar frei von Gentechnik. Und mal ehrlich - warum sollte etwas, was man sonst auch gerne auf dem Teller hat, nicht auch gut genug sein für... Sorry, lassen wir das. Aus ökologischer Sicht auf jeden Fall absolut zu empfehlen.

Rettet analoges Kinderspielzeug!

Montag, 9. März 2009

Meine Nichte wünscht sich zum Geburtstag ein Handy. Aber bitte inklusive 8-Megapixel-Digitalkamera und integriertem Mediaplayer. Wohlgemerkt: Sie ist acht. Ich erinnere mich dunkel daran, als Kind bereits ein regelrechtes Trauma davon getragen zu haben, als meine Eltern mir das Diamantenschloss für meine Barbie verweigerten.

Zeiten, in denen ein einfaches Puppenhäuschen Schreie der Entzückung hervorruft, sind vorbei. Kiddis von heute geben sich mit solch lächerlichen Geschenken gar nicht erst ab. Da müssen es schon Playstation und Co sein. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker.  Deshalb überlege ich nun, eine Initiative zu starten zur Rettung geräuscharmen, pädagogisch wertvollen und vor allen Dingen auch ökologisch sinnvollen Kinderspielzeugs, bevor die Gattung der Handpuppen und Holz-Puzzles endgültig ausstirbt oder ihr Dasein in deutschen Waldorfschulen fristen muss.

Was war das schön, als Papa mir damals hinter einem bunten Pappkarton Kasperle vorgespielt hat. Oder sich Mama mit mir und Teddy „Knut“ in den Schlaf gekuschelt hat. Jetzt erinnere ich mich wieder. Da hat das Barbie-Diamantenschloss dann plötzlich gar keine Rolle mehr gespielt. 

Geschenke zur Geburt

Montag, 2. März 2009

Kennt Ihr das? Auf einmal beschließt Euer halber Freundeskreis in scheinbar stiller kollektiver  Übereinstimmung, dass es nun endlich mal an der Zeit wird, für Nachwuchs zu sorgen. Seit Monaten geht das in meinem Umfeld schon so. Ich habe die mehr oder weniger offensichtlichen Anzeichen geflissentlich übersehen. Und nun stecke ich in der Was-Schenke-Ich-Denn-Nur-Dem-Neuerdenbürger-Klemme. Ich sehe folgendes Problem: Ist es ein Gutschein, heißt es wieder: Wie lieblos, da hat sie sich ja gar keine Gedanken gemacht. Ist es etwas liebevoll Ausgesuchtes, aber eben doch nur Gekauftes, kommt es nicht von Herzen.

Die Lösung: Selber machen. Kommt immer gut. Für Katrin, die gerade erst entbunden hat, gibt es eine Windeltorte, mit lauter nützlichen Sachen, die Eltern und Baby auch gleich nutzen können. Schließlich sind Windeln in den ersten Monaten ja eh Mangelware. Und für den kleinen Max stricke ich ein paar Schühchen. Oohh, sind die süüüß!

Vielleicht mache ich davon gleich ein oder zwei Paar mehr. Ich habe gehört, jetzt gerade sollen sich die Störche wieder auf dem Weg zurück nach Deutschland machen..