Dienstag, 1. April 2008
Kleinkinder
Gerade das Kleinkindalter ist für Umzüge optimal. Die Kinder fühlen sich meist dort wohl, wo die Eltern sind.
Beim Packen der Umzugskartons kann das Kind helfen, wenn Sie vorher mit ihm besprochen haben, dass sein Hab und Gut natürlich mit umzieht und die Reise in den Kartons unternimmt. Machen Sie ihm klar, dass seine Sachen ihm nicht weggenommen werden. Lieblingsspielzeug wird natürlich nicht eingepackt, sondern leicht erreichbar in einer Tasche oder auf dem Arm verwahrt.
Es gibt für viele Altersstufen Kinderbücher, die das Thema Umzüge thematisieren, auch aus der beliebten Conni-Serie („Conni zieht um“). Als Pixie-Buch kann es das Kind überall hin begleiten und mit den Eltern gemeinsam gelesen werden. Notfalls können Sie sich aber auch gemeinsam mit dem Kind eine Geschichte ausdenken, die abends vor dem Schlafengehen immer weiter gesponnen wird.
Den Umzug selber verbringt das Kind –sofern möglich- besser bei einer vertrauten Aufsichtsperson. Dass das eigene Zimmer ausgeräumt wird und viele Menschen durch das Haus laufen, kann ein sensibles Kind überfordern. Weniger sensible Kinder könnten auf die Idee kommen, ein wenig mitzuhelfen, was trotz guten Willens möglicherweise den gegenteiligen Effekt erzielt.
Eine Betreuung außerhalb des Umzugsgeschehens erspart allen Beteiligten viel Stress. Ein Umzug ist übrigens kein geeigneter Moment, um Veränderungen einzuführen. Neue Kinderzimmermöbel, eine sofortige Eingewöhnung in den ersten Kindergarten, der Auszug aus dem Elternschlafzimmer, das sollte alles warten, bis das Kind in der neuen Umgebung ein wenig zur Ruhe gekommen ist. Bezugspunkte, die dem Kind Geborgenheit vermitteln, sind jetzt besonders wichtig.