Da scheiden sich die Erziehungsgeister - Taschengeld
Die Diskussion findet früher oder später in jedem Kinderhaushalt statt: Wie viel Taschengeld soll man den Dreikkäsehochs eigentlich geben? Früh, damit sie möglichst bald den vernünftigen Umgang mit Geld lernen? Oder erst später, damit sie nicht schon in frühen Jahren dem Dämon des Konsums erliegen? Tut mir furchtbar leid, aber auch ich habe darauf keine patentierte und allgemeingültige Antwort.
Ich kann Euch nur versichern: Auch ich stecke gerade in einem Teufelskreis von schlechtem Gewissen ("Aber Kevin kriegt schon 5 Euro pro Woche") und dem Drang nach verantwortungsbewusstem Handeln ("Ja, der Kevin ist aber auch zwei Jahre älter und hat mehr Ausgaben als Du"). Bei meiner verzweifelten Suche nach Orientierung bin ich auf hunderte von Taschengeld-Tabellen im Netz gestoßen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend empfiehlt zum Beispiel:
- Unter 6 Jahre 0,50 Euro/Woche
- 6-7 Jahre 1,50-2,00 Euro/Woche
- 8-9 Jahre 2,00-3,00 Euro/Woche
- 10-11 Jahre 13,00-16,00 Euro/Monat
- 12-13 Jahre 20,00-22,00 Euro/Monat
- 14-15 Jahre 25,00-30,00 Euro/Monat
- 16-17 Jahre 35,00-45,00 Euro/Monat
- 18 Jahre 70,00 Euro /Monat
Als Orientierung doch schon mal nicht schlecht. Einen Wegweiser, wie man mit Einsprüchen, Wutanfällen oder Bettelattacken umgeht, nachdem man dem Nachwuchs die ab nun bis auf Widerruf offiziell geltende Taschengeldhöhe mitgeteilt wurde, hab ich bei meinen Recherchen jedoch leider nicht gefunden. Wie gesagt, wir sitzen da alle im gleichen Boot..
