Es geht los. Geht es los?


Leider geht es mit dem Wohnraum nicht wie mit den Hüften, je mehr Kinder dazu kommen. Es dehnt sich nichts aus. Unsere Hoffnung, dass den 2,5 Zimmern über Nacht möglicherweise noch ein weiteres Zimmer dazuwächst, hat sich nicht erfüllt.

Dabei wohnen wir doch recht platzsparend, Mama, Papa, ein Zweijähriger und das Baby. Ein Kinderzimmer braucht man erst ab zwei Jahren, vorher stellt man sich einen Babybalkon ans Elternbett oder nimmt einfach eine Seite der Gitterstäbe aus dem herkömmlichen Babybett. Zumindest das erste Lebensjahr ist dies die Empfehlung zur Vorbeugung des plötzlichen Kindstods. Das Spielzeug wird ohnehin durch die ganze Wohnung geschleift, verteilt und mit Reiswaffelresten verziert.

Aber man muss in die Zukunft schauen: eines Tages werden beide Söhne ein eigenes Zimmer fordern. Und spätestens mit der ersten Freundin wird es im Familienbett doch recht eng.

Wohnung suchen. Los.


Gerade Hamburg zählt neben München oder Frankfurt zu den Städten mit der höchsten Selbstmordrate unter Wohnungssuchenden. Könnte ich mir zumindest vorstellen. Obwohl doch für Hamburg und andere Großstädte Immonet eine helfende, wenn auch mitunter leicht schwitzige Hand reicht. Es ist kein Spaß, 4 Zimmer zu wollen.

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